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ISSN 2753-4812
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4. Mandala-Opfer

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Maṇḍala-Opfer

von Yukhok Chatralwa Chöying Rangdrol

Oṃ Āḥ Huṃ
Eine Milliarde Universen – einhundertmal zehn Millionen Welten,
angefüllt mit allem Reichtum von Göttern und Menschen, wie den „sieben kostbaren Edelsteinen“,
meine Körper, meinen Besitz und die Quellen meines Verdienstes, all das bringe ich in seiner Gesamtheit dar,
damit ich als Nirmāṇakāya wiedergeboren werden möge, um das Rad des Dharma zu drehen und alle Wesen zu befreien!

Der höchste Himmel der großen Glückseligkeit, der Bereich von „Tukpo Köpa“,
ausgestattet mit den fünf Vollkommenheiten, dem Maṇḍala der fünf Buddha-Familien und
unvorstellbar großen Wolken von Opfergaben jeglicher Art von Sinnes- und Gefühlsreizen –
Möge ich mich durch diese Gaben der Vollkommenheit der Sambhogakāya-Bereiche erfreuen!

Wo alle Erscheinungen und alle Existenz von jeher vollkommen rein sind – der jugendhafte Vasenkörper,
geschmückt mit dem Spiel der Dharmatā, unaufhörlichem Mitgefühl,
der Bereich, in dem alles Anhaften an der Wahrnehmung von Kāyas und Tikles natürlich befreit ist –
Möge ich mich durch dieses Weisheitsopfer der Freiheit der Dharmakāya-Realität erfreuen!

Visualisiere das Feld des Verdienstes im Himmel vor dir, genau wie in der Zufluchtspraxis. Säubere dann die Maṇḍala-Platte, die aus kostbarem Edelmetall oder einem anderen Material besteht, benetze es mit wohlriechendem Wasser und Bajung und häufe zur Unterstützung für deine Visualisierung Blüten darauf an, so wie es in den Texten beschrieben wird. Wenn du dies nicht als tägliche Praxis ausführst, reicht es, es dir einfach nur vorzustellen.

Auf welche Weise du es auch tust, besteht das gewöhnliche Nirmāṇakāya-Maṇḍala aus einhundertmal zehn Millionen Welten, die wiederum je über vier Kontinente, den Berg Meru und die Götterbereiche verfügen. Dieser große Buddhabereich ist angefüllt mit jeder Art von üppigen Reichtümern der Götter und Menschen, wie den sieben kostbaren königlichen Wahrzeichen und dergleichen. Bringe insbesondere deinen eigenen Körper, deinen Besitz und deine Tugenden vollständig und ohne jegliches Zögern dar. Denke dir: „Möge ich die Nirmāṇakāya-Herrschaft erlangen und die Wesen durch das Drehen das Rades des Dharma auf dem Pfad zur Befreiung und Allwissenheit führen.“

Für das außergewöhnliche Sambhogakāya-Maṇḍala im Raum darüber stelle dir dann vor, dass die Anhäufungen die fünf Buddhafamilien und die fünf Vollkommenheiten im glückseligen Akaniṣṭha-Ghanavyūha-Paradies repräsentieren, in dem zahllose Göttinnen, wie die Göttin der Schönheit und die anderen, riesige, unvorstellbare Wolken von Opfergaben zur Anregung der Sinne darbringen. Denke dir: „Mögen wir durch diese riesige und unermessliche Gaben die Sambhogakāya-Bereiche erfahren!“

In der darüber liegenden Sphäre befindet sich das besondere Dharmakāya-Maṇḍala. Die selbst-entstehende Weisheit, die die Natur der Dinge kennt, ist seit jeher als die Natur des Geistes selbst als „jugendlicher Vasenkörper“ gegenwärtig gewesen. Richte auf der Basis dieses jugendlichen Vasenkörpers, der vollkommenen Reinheit von allem, was erscheint und existiert, Anhäufungen an, als Symbol für die Erscheinung der reinen Bereiche, Gottheiten und Paläste, die sich, frei von jeglicher Anhaftung an Kāyas und Tikles, als Zierde der Entfaltung der Wirklichkeit – der unaufhörlichen, mitfühlenden Energie und der Manifestation von klarem Licht – erheben. Denke: „Mögen wir uns durch diese Gaben des Bereichs des Dharmakāya Samantabhadra erfreuen!“

Für eine kurze Praxis kannst du den Vers des Sieben-Punkte-Maṇḍala rezitieren: „Der Boden ist mit wohlriechendem Wasser gereinigt und mit Blumen bestreut... usw.“[1] Obwohl dies das Nirmāṇakāya-Maṇḍala ist, kann es, da der Nirmāṇakāya in seiner Natur die drei Kāyas besitzt, auch als Drei-Kāya-Maṇḍala betrachtet werden. Deshalb wird gesagt, dass es völlig ausreichend ist, das Maṇḍala nur auf diese Weise darzubringen.

Darüber hinaus gibt es noch andere Traditionen, deren Erklärungen zufolge der Kosmos von einer Milliarde Welten, das Sahā-Weltensystem, den Nirmāṇakāya-Gottheiten dargebracht wird. Dann wird das innere Maṇḍala des eigenen Körpers den Gottheiten des Sambhogakāya dargebracht. Hierfür wird die Haut als goldene Weltenbasis gesehen, das Blut als das Benetzen mit wohlriechendem Wasser, die vier Gliedmaßen als die vier Kontinente, die anderen Körperteile als die Subkontinente, die zwei Augen als Sonne und Mond und die anderen Sinnesobjekte als Opfergöttinnen. Zum Schluss wird das geheime Dharmakāya-Maṇḍala den Gottheiten des Dharmakāya dargebracht, wobei die Anhäufungen die vier Visionen spontaner Präsenz repräsentieren, angeordnet auf dem ursprünglichen Grund der uranfänglichen Reinheit. Da die verschiedenen Formen des Maṇḍala-Opfers der „alten Tradition“ deutlich in den entsprechenden Texten der ursprünglichen kanonischen Belehrungen (Kama) und der Enthüllungen (Terma) erklärt werden, solltest du in diesen Quellen nachschlagen.

Zusätzlich gibt es das „Siebenunddreißig-Punkte-Maṇḍala-Opfer“, verfasst von Chögyal Phakpa, dem Sakyapa-Schützer der Wesen, das weitgehend bekannt ist. Der Meister Buddhaguhya lehrte ein Dreizehn-Punkte-Maṇḍala-Opfer gemäß der Tradition des Yogatantra, das aus dem Berg Meru, den vier Kontinenten und den [acht] Subkontinenten besteht. Der Meister Jetari[2] beschrieb ein Siebzehn-Punkte-Opfer, in welchem Sonne und Mond, Schirm und Siegesbanner den vier Kontinenten, acht Subkontinenten und dem Berg Meru hinzugefügt werden. Der Meister Mañjuśrīkīrti sprach von einem Dreiundzwanzig-Punkte-Opfer, in dem die sieben königlichen Wahrzeichen, die Schatzvase, die Sonne und der Mond zusätzlich zum Berg Meru, den Kontinenten und den Subkontinenten dargebracht werden. Die Tradition des Kālacakra-Tantra beinhaltet ein Fünfundzwanzig-Punkte-Maṇḍala, das zusätzlich zu diesen dreiundzwanzig noch [die Planeten] Rahu und Ketu aufweist.

Im Dreizehn-Punkte-Maṇḍala-Opfer werden die Anhäufungen für Sonne und Mond ausgelassen. In der Siebzehn-Punkte-Version erscheinen Schirm und Siegesbanner im Süden und im Norden. In der Dreiundzwanzig-Punkte-Version werden die sieben königlichen Wahrzeichen und die Schatzvase in den Haupthimmelsrichtungen und dazwischen hinzugefügt, und Sonne und Mond erscheinen im Osten und im Westen. In der Fünfundzwanzig-Punkte-Version werden die Planeten Rahu und Ketu im Süden und im Norden hinzugefügt. So wird es erklärt.

| Übersetzt von Jurek Schreiner, Rigpa-Übersetzungen, 2012, unter Mitarbeit von Karin Behrendt.

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  1. Der Boden ist mit wohlriechendem Wasser gereinigt und mit Blumen bestreut.
    Er ist geschmückt mit Sumeru, König unter den Bergen, den vier Teilen des Universums und Sonne und Mond.
    Ich sehe dies als die gesegneten Buddhabereiche und bringe es dar.
    Mögen durch diese Opfergabe alle Wesen hier und jetzt das Glück dieses reinen Landes erlangen! TRAM GURU RATNA MANDALA PUDZA MEGHA SAMUDRA SAPARANA SAMAYE AH HUNG  ↩

  2. ཛེ་ཏ་རི་དགྲ་ལས་རྣམ་པར་རྒྱལ་བ་.  ↩

Yukhok Chatralwa Chöying Rangdrol

Yukhok Chatralwa Chöying Rangdrol

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